Regionale Wertschöpfung

durch vermehrten Holzbau

Studie von Kommunare Institut für Nachhaltige Regionalentwicklung, Bonn

Wertschoepfungsstudie

Ziel der Studie ist die Bestimmung der wirtschaftlichen Potentiale entlang der Verarbeitungskette Wald und Holz im Holzcluster.Eifel. Unter der Annahme einer vollständigen Produktionskette wird die regionale Wertschöpfung berechnet, die durch Holzbau entsteht bzw. entstehen könnte. Grundlagen sind die Holzverwendung von Referenz-Bauobjekten mit hohem Holzanteil und die Prognose für Holzbauquoten im Neubau und in der Modernisierung.

Die hohe Quoten im Landkreis Euskirchen und in der rheinland-pfälzischen Eifel sowie die angekündigte Novellierung der Landesbauordnung in NRW lassen darauf schließen, dass Steigerungen im Wohnbau von auf 24 % (derzeit 11 %), im Nichtwohnbau auf 15 % (6 %) und bei Modernisierungsmaßnahmen auf 15 % (10 %) möglich sind, wenn sich die regionalen Akteure aktiv für den Holzbau einsetzten.

Werden diese Prognosen erreicht, dann ergibt sich für die Untersuchungsregion (vier Landkreise) ein durchschnittliches jährliches Bauvolumen von 139,5 Mio. Euro bei einem verbauten Holzvolumen von 28.680 m³ Holz. Abzüglich von Steuern und Abschreibungen würde den Betrieben der Holzbaukette damit eine regionale Wertschöpfung von 46,5 Mio. Euro zur Verfügung für Löhne, Investitionen und Gewinne stehen. Die höchsten Beiträge entstehen auf den Stufen Holzbau und Holzbauplanung. Mitgerechnet ist die Wertschöpfung der Holzverarbeitung, die bisher nicht in der Region stattfindet. Bezogen auf einen m³ Holz ergibt sich eine regionale Wertschöpfung von 1.622 Euro, im Vergleich zur Vermarktung von Rohholz (durchschnittlich 60 €/m³ wg. Industrie- und Restholz für Span- und Faserpatten) ergibt sich eine Steigerung um das 27-fache.

Nimmt man die angrenzenden Ballungsräume mit über 7 Millionen Einwohnern (Trier, Koblenz, Köln-Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Aachen) und insgesamt etwa 1,5 Mio. Gebäuden als potentielles Absatzgebiet hinzu, dann ergibt sich unter gleichen Annahmen ein Potential von 613,5 Mio. Euro Bauvolumen, bzw. 204,1 Mio. Euro regionaler Wertschöpfung mit einem verbauten Holzvolumen von insgesamt 101.900 m³ Holz pro Jahr.

Abb-Wertschopefungsstufen-Holzbau

pdf pdf-Download (2,7 MB)

Weiterführende Literatur

Gothe/Hahne (2005): Studie „Regionale Wertschöpfung durch Holzcluster. Gezeigt an Best-Practice-Beispielen regionaler Holz-Cluster aus den Bereichen Holzenergie, Holzhaus-  und Holzmöbelbau.“ Freiburg: Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft.
Download: wald-ap-14.pdf

Bundesgeschäftsstelle Regionen aktiv (2008): Leitfaden „Regionale Wertschöpfungspartnerschaften“
http://neulandplus.de/…Leitfaden….pdf

Erfolgsfaktoren
www.regionale-wertschoepfung.info/…