Jahresbericht 2014

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Klimaschutz durch moderne Holzverwendung

(Stand: Februar 2015)

pdf-Download (24 MB)

Inhalt

Vorwort
1. Vorstellung HolzCluster.Eifel
1.1. Die Eifel geografisch
1.2. Eifeler Holzwirtschaft historisch

2. Viel Holzbau in der Eifel
2.1. Novellierung der Landesbauordnung „eifelübergreifend“
2.2. Die Regelungen zur Verwendung von Holz im Bauwesen in NRW
2.3. Landesbauordnung Rheinland-Pfalz

3. Clusterschwerpunkt Holzbau
4. Holzbau-Architektur als Wirtschaftsfaktor

5. Veranstaltungen
5.1. Infostände
5.2. Kommunalveranstaltung
5.3.  Architektur & Baukultur

6. Arbeitsschwerpunkt Klimaschutz
7. Kommunalprojekt

8. Holzbau verknüpft Baukultur mit aktuellen Wohnansprüchen
8.1. Holzbau-Mustersiedlung
8.2. Waldpark Dahlem
8.3. Jugendwaldheim Vogelsang

9. HolzbauFachberatung Endverbraucher

10.  Fazit und Ausblick

Pressespiegel
Veranstaltungstabelle
Literatur

 

Vorwort

Der Holzbau hat in den Eifelgemeinden einen besonderen Stellenwert. Das zeigt sich in der hohen Holzbauquote von 34,8 Prozent der neu erstellten Wohngebäude im Kreis Euskirchen im Jahr 2013 (NRW 9,8 Prozent). Einzelne Kommunen trumpfen gar mit „Traumquoten“ von bis zu 50 Prozent auf.
Die Offenheit der Bauherren für Holz und das Knowhow der hier ansässigen Unternehmen bilden einen Standortvorteil für hiesige Architekten und könnten zu einem Alleinstellungsmerkmal werden. Angesichts der starken Nachfrage nach neuem Wohnraum insbesondere in den Ballungsräumen rund um die Eifel (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Koblenz, Köln, Leverkusen und Trier), aber auch den Voreifelstädten (z. B. Düren und Euskirchen), bestehen große Entwicklungspotenziale für den Holzbau aus der Eifel. Das österreichische Vorarlberg zeigt, wie eine der Eifel ähnliche ländliche Region durch hochwertige Holzbau-Architektur wirtschaftlich profitiert und sich gleichzeitig nachhaltig und klimafreundlich entwickeln kann.

2014: Das vierte Jahr für das HolzCluster.Eifel

Einer der Arbeitsschwerpunkte 2014 war der Klimaschutz durch vermehrten Holzbau. Ein engagiertes Projektteam erarbeitete dazu Grundlagen für kommunale Entscheidungsträger. Dazu gehören CO2-Kennwerte von Holzgebäuden, auf deren Grundlage der Beitrag zum Klimaschutz berechnet werden kann (Kap. 6). Die Quintessenz lautet: Holzhäuser haben in Klima- und Ökobilanzen eindeutig die Nase vorne. Weiterhin wurde eine Befragung und Beratung der Eifelkommunen Monschau, Hürtgenwald und Nettersheim sowie der Voreifelstadt Euskirchen durchgeführt und daraus Entwicklungspotenziale abgeleitet. Die HolzbauFachberatung für Multiplikatoren und Endverbraucher rundete das Angebot des HolzCluster.Eifel ab.

Mit 102 Teilnehmern war die Impulsveranstaltung „Eifeler Architektur und Baukultur“ im Holzkompetenzzentrum Rheinland die bestbesuchte Fachveranstaltung seit Bestehen des HolzCluster.Eifel. Mit dieser Veranstaltung konnten wir die für das Planen und Bauen zentralen Akteure, nämlich die örtlichen Architekten, zahlreich ansprechen und für den Holzbau im ländlichen Raum interessieren. Aus dem Diskurs der Veranstaltung entstand die Idee einer Holzbau-Mustersiedlung. Ein Entwurf dazu wird in diesem Jahresbericht erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt (Kap. 8.1.).

Der eindeutig holzbauliche Schwerpunkt des Projekts spiegelt die im Rahmen eines Treffens des Trägervereins Wald und Holz Eifel e. V. 2014 erstmals klar abgestimmte Projektstrategie wider. Der Holzbau soll im Mittelpunkt der fachlichen Arbeit stehen. Man ist sich allseits einig, dass die Unterstützung und Mehrung des modernen Holzbaus für alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette Wald und Holz den größten Nutzen bringt.

Der Jahresbericht möchte die verschiedenen Unternehmen und Einrichtungen entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz über die Aktivitäten und Ergebnisse des HolzCluster.Eifel in 2014 informieren und sie zur Beteiligung ermuntern.