Holzbauquote Eifel

Im HCE-Jahresbericht 2014 berichteten wir über die im NRW-Vergleich hohe Holzbauquote des Kreises Euskirchen. Der gleichen Systematik folgend ist es mittlerweile, dank der Studienarbeit von Insa Wahlen, Geographiestudentin der RWTH Aachen, gelungen darauf aufbauend erstmals die Zahlen der Holzbauquote für die deutschsprachige Eifel in den Jahren 2010 bis 2014 zu ermitteln. Ein weiterer wichtiger Arbeitsschritt in der Arbeit von Frau Wahlen war die klare territoriale Abgrenzung der Eifel und die Darstellung der Eifelgrenzen in einem GIS-System. Die jährliche Aktualisierung der Statistik ist mit den vorliegenden Excel-Tabellen aus der Studienarbeit mit relativ wenig Aufwand verbunden. Die wichtigsten zusammenfassenden Ergebnisse werden im Folgenden vorgestellt.

Eifeler Holzbauquote 24,3 Prozent

Der Holzbau hat in den Gemeinden der deutschsprachigen Eifel einen besonderen Stellenwert. Das zeigt sich in der hohen Holzbauquote von 24,3 Prozent der neu erstellten Wohngebäude (siehe Tabelle). Betrachtet wurden die Zahlen für den Wohnungsbau. Die Zahlen für Nichtwohnbauten liegen zwar vor, werden hier aber aufgrund der deutlich geringeren Relevanz für die Eifel, nicht vorgestellt. Im Vergleich dazu liegen die Durchschnittswerte für Eigenheime (ohne Mehrfamilienhäuser) der Jahre 2010 bis 2012 in NRW bei 10,6 Prozent, in RLP bei 22,3 Prozent und im Bundesschnitt bei 16,6 Prozent. Der Blick über die Grenze zeigt was möglich ist: 2013 lag die Holzbauquote für Wohnbauten von Oberösterreich nach einer Studie der Universität Wien bei 42 Prozent. Der größte Anteil davon lag dort wiederum mit 54 Prozent bei den Um- und Zubauten.

Tabelle-Holzbauquote-Eifel
Tabelle: Holzbauquote in der Eifel 2010 – 2014

Kommunale Spitzenreiter beim Holzbau in der NRW-Eifel 2014

Die Rangliste der Kommunen mit hoher Holzbauquote führen die folgenden Kommunen der NRW-Eifel an: Blankenheim mit 55,6 Prozent, Heimbach mit 50 Prozent, Monschau mit 36,4 Prozent und Schleiden 35,7 Prozent. Weilerswist liegt mit 25 Prozent Holzbauquote zwar nur im vorderen Mittelfeld, führt aber in absoluten Zahlen mit 25 Holzwohnhäusern in 2014 die Rangliste an. Die Schlusslichter sind die Städte Düren (7,1 Prozent),  Euskirchen (5,9 Prozent) und Langerwehe (4,8 Prozent).

Kommunale-Holzbauquoten

Abbildung: Anzahl der Wohngebäude und der Holzbauten mit Darstellung der Holzbauquote 2014

Viel Holzbau beim Kreis Euskirchen

Betrachtet man die Holzbauquoten des Wohnbaus der drei Landkreise der NRW-Eifel hat der Kreis Euskirchen in 2014 mit 20,6 Prozent die Nase, vor dem Kreis Düren (12,3 Prozent) und der Städteregion Aachen mit 7,7 Prozent, vorne. Bei Betrachtung ausschließlich der waldreichen Gebiete (ohne das Flachland der Voreifel, zu der die Gemeinde Weilerswist sowie die
Städte Zülpich und Euskirchen gehören), läge der Anteil sogar bei 34,8 Prozent im Jahr 2013 an den gesamten Baufertigstellungen im Wohnbau.

Eifelkarte

Abbildung: Die Landkreise der NRW- und RLP-Eifel

(Stand: Dezember 2015)