Eifeler Holz und Waldtage

 

Insgesamt begeisterten sich ca. 1.500 Besucherinnen und Besucher an zwei Tagen für Angebote und Informationen rund um den Wald, sein Holz und dessen Verwendung.

Das Cluster, sprich das Netzwerk der Betriebe und Akteure, die auf Basis des Holzes als Roh-, Werk- und Baustoff wirtschaften, ist weit gespannt. Die Wertschöpfungskette von der forstlichen Primärproduktion über die Verarbeitung bis zur Planung und Umsetzung des modernen Holzbausanschaulich und unterhaltsam darzustellen, war Ziel der Veranstaltung. Die bereits erfolgreich in der Region präsentierte Ausstellung der Landesgartenschau zeigte die gesamte Bandbreite der Tätigkeiten von Wald und Holz NRW. Mit 40 Betrieben und Institutionen aus der Region gelang es, auf dem Außengelände und im Ausstellerzelt, ergänzt um Aspekte der Umweltbildung, nahezu den kompletten Weg des Holzes inhaltlich abzudecken.

So präsentierte sich das Regionalforstamt Hocheifel – Zülpicher Börde mit seinem Team als kompetenter Ansprechpartner für die forstliche Betreuung des (Landes-, Kommunal- und Privat-) Waldes im Sinne multifunktionaler Waldwirtschaft – u. a. in Kooperation mit dem Waldbauernverband NRW e.V. Ein 3D-Forwarder-Simulator bot einen interaktiven Eindruck zum Berufsfeld Wald. Harvester und Forwarder verdeutlichten Arbeitsweisen moderner Forstwirtschaft.

Die Holzbringung mit Pferden zeigte ein traditionelles und gleichzeitig zeitgemäßes Verfahren.

Interessante Gespräche entwickelten sich an der Forst- Aktionsfläche, die zur eigenen Aktivität einlud: Die Forstleute von Wald und Holz NRW gaben Empfehlungen für den Umgang mit Motorsäge und Spaltwerkzeug z. B. zur Brennholzwerbung. Ein Spannungssimulator sensibilisierte für Gefahren bei der Holzaufarbeitung. Das Axtwerfen und die Zweimannsäge erfreuten sich großer Beliebtheit. Der Hochseilgarten lud zur sportlichen Betätigung ein. Junge Besucher konnten ihre Wurfgenauigkeit am „Spechtbaum“ erproben oder im Team eine Fachwerkkonstruktion zusammensetzen. Wildprodukte „Aus dem Wald / Für den Wald“ vom Grill und ein Café-Roller sorgten für das leibliche Wohl.

Mit Ausstellungen zum Leader-Projekt Eifler Baukultur (in Holz), zum Architekturforum Eifel, zum Holzbrückenbau und zur Holzbau-Mustersiedlung wurde für die Vielfalt es Holzbaus geworben. Handwerksbetriebe erstellten kleinere Holzbauwerke vor Ort und präsentierten Referenzobjekte. Ein von der Firma HUPP Holzbau aufgebautes mobiles Wohnmodul in Holzbauweise wurde nach dem Entwurf des Mechernicher Architekten Michael Danke auf dem Gelände im Rahmen der Eifeler Holz- und Waldtage erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch im vorliegenden Jahresbericht von HCE wird über die sog. „WoodCabin“ als adaptives Wohn- und Baukonzept mit 24 m2 Nutzfläche in Kapitel 3.3 ausführlicher berichtet. Dem ganzheitlichen Ansatz folgend ging den Publikumstagen die zweitägige Fachtagung „Stadt. Land. Holz…bau“ voraus.

Das insgesamt viertägige Veranstaltungskonzept begeisterte Besucher jeglicher Couleur: Es bot sowohl weiterführende Kontakte und Informationen für bereits holzaffine Teilnehmer und Fachleute, als auch dem „fachfremden“ Publikum einen unterhaltsamen Einblick in die vielen Facetten eines bisher noch weitgehend unterschätzten Wirtschaftsfeldes.

Posterausstellung „Architekturforum Eifel“

Organisiert von HCE und HKZR stellten an den Eifeler Holz- und Waldtagen vier Architekturbüros von Wettbewerben ausgezeichnete Holzgebäude in der Eifel vor. Dies waren: architektur_raum, Bonn; AXT Architekten, Trier; DANKE Architekten, Mechernich und denzer & poensgen, Marmagen. Ergänzend hierzu wurde die Posterausstellung zur Baukultur in der Eifel vom Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung (Prof. Rolf Westerheide) RWTH Aachen gezeigt.