Exkursion zur Wildbrücke

Am 20. Oktober fanden sich etwa 50 Studierende der Fachhochschulen Aachen und Köln in der Aula der Gemeinschafts-Hauptschule in Nettersheim zu einer gemeinsamen Exkursion ein. Die Exkursion wurde im Nachgang zur Impulsveranstaltung „Entwicklungen im modernen Holzbau“ vom Clustermanager Jörg Bühler organisiert und ist somit das erste Beispiel für Transferveranstaltungen die im Rahmen der Schwerpunktaufgabe „Wissenstransfer“ im Projekt HolzCluster.Eifel angeboten werden.

50 Studierende

Aus Köln waren Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen mit Ihrer Professorin Frau Dipl.-Ing. Hannelore Damm angereist. Von der FH Aachen waren neben den Studierenden des Bauingenieurwesens, vor allem Studenten des neuen Studiengangs Holzingenieurwesen mit Herrn Professor Dr.-Ing. Wilfried Moorkamp anwesend. Nach der Begrüßung stellte Jörg Bühler, Clustermanager des Projektes HolzCluster.Eifel, das Vorhaben den Teilnehmern vor. Insbesondere wurde auf die Schwerpunktaufgaben Produktinnovation/Wertschöpfungsketten und Berufliche Qualifikation eingegangen.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Karl-Heinz Lorbach von der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebes Straßenbau NRW stellte die Wildbrücke über die Autobahn A1 bei Nettersheim ausführlich vor. Dabei handelt es sich um eine europaweit einzigartige Holz-Beton-Hybridbauweise. Er stellte Besonderheiten bei Planung und Durchführung der Brücke heraus und schilderte anschaulich den Bauablauf. Bei der Brücke sind rund 730 m³ Holz verbaut worden. Auf die Frage, warum die Brücke in Holz gebaut werden würde, antwortete Herr Lorbach „Die Idee, diese Grünbrücke am Standort Nettersheim in kombinierter Holz- und Betonbauweise zu errichten, basiert auf dem in der Region tief verwurzelten Umgang mit Holz als ökologischen Bau- und Brennstoff.“

Nach einem kurzen Fußmarsch konnten die Studentinnen und Studenten mit Ihren Professoren Frau Hannelore Damm und Herr Dr. Wilfried Moorkamp die Brücke besichtigen. Grundsätzliches wurde hier nochmals am Original verdeutlicht und hervorgehoben. Herr Lorbach beschränkte sich bei seinen Ausführungen nicht auf die Holz-Bogenbinder, sondern berücksichtigte auch die Besonderheiten anderer Baustoffe.
Anhand dieser einmaligen Brücke konnte den Studierenden die Leistungsfähigkeit des modernen Holzbaus verdeutlicht werden.