Ressourcenwende ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik

Generalversammlung der Timber Construction Europe zur Klimakonferenz in Paris

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Bis zum 11. Dezember 2015 fand die Weltklimakonferenz in Paris statt. Festgelegt wurden verbindliche Klimaziele für alle 195 Mitgliedsstaaten. Die Generalversammlung von Timber Construction Europe wies in diesem Zusammenhang auf ihr Positionspapier „Holz: Baustoff mit dem größten CO2-Reduktionspotenzial“ hin und forderte eine Ressourcenwende. Sie sei die Voraussetzung für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik. Die Generalversammlung tagte am 1. Dezember 2015 in Garmisch- Partenkirchen.

Mit dem Positionspapier „Holz: Baustoff mit dem größten  CO2-Reduktionspotenzial“ setzt sich der europäische Dachverband Timber Construction Europe für eine verstärkte Nutzung des Baustoffes Holz ein, um im Interesse des Klimaschutzes den Kohlendioxidausstoß deutlich zu reduzieren. „Das Potenzial der klimafördernden Wirkung einer verstärkten Holzverwendung im Bauwesen ist greifbar, unter Berücksichtigung der aktuellen  Rahmenbedingungen jedoch kein Selbstläufer“, heißt es im Positionspapier. Daher fordert Timber Construction folgende Maßnahmen:

  • Das Regelwerk zum Bauen ist umfassend auf den Prüfstand zu stellen, um auf der Grundlage des neuesten Stands der Technik den Weg frei zu machen für einen verstärkten Einsatz von Holz bei Neubaumaßnahmen und Baumaßnahmen im Gebäudebestand.
  • Green Public Procurement (öffentliche Beschaffung) sollte ernst damit machen, durch verstärkte Berücksichtigung der Holzverwendung im öffentlichen Zuständigkeitsbereich deutliche und für die Gesellschaft erkennbare Signale für einen Paradigmenwechsel im umwelt- und klimagerechten Bauen zu setzen.
  • Die Aufklärung über allgemein klimaförderndes Verbraucherverhalten sollte ergänzt werden durch Hinweise, inwieweit baubezogene Entscheidungen wie eine verstärkte Holzverwendung im Bereich Bauen und Wohnen klimafördernde Wirkungen erzielen.
  • Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe muss durch steuerliche und förderbasierte Anreize aber auch durch die Anrechenbarkeit der Senkleistung von verbautem Holz als CO2-Kompensationsmassnahme für Bauherren im privaten Bereich und im Wirtschaftsbau attraktiver gemacht werden. Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen binden das CO2. Da am meisten Kohlenstoff-Festsetzung durch Holzprodukte im Bauwesen erfolgt, tragen diese entscheidend zu einer positiven CO2-Bilanz bei.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Positionspapier „Holz: Baustoff mit dem größten CO2-Reduktionspotenzial“.

Download: 2015-12-03_Holz_CO2_Positionspapier.pdf (29 KB)